Frage des Junior-Projektleiters: "und was mache ich, wenn die Fachabteilung das Fachkonzept einfach nicht abnimmt? Wir wissen doch, was wir umsetzen sollen....."
ok, es ist das erste Projekt des Junior Projektleiters, und noch in der Planungsphase.
"Lieber Junior-Projektleiter, dann erklärst Du ihnen, dass das Projekt ohne Abnahme nicht weiterarbeitet, solange bis sie es verstanden haben. Auch wenn das etwas dauert. Projektleiter sind eigentlich Welt-Erklärer, in dem Fall Bedeutung-von-Konzepten-und-deren-Abnahme-Erklärer..."
Business Storytelling: Geschichten über Erfahrungen im Business und in Projekten. Storytelling-Methoden und Tipps für Menschen und Unternehmen, Business-Helden und Projektleiter
Donnerstag, März 31, 2011
Dienstag, März 29, 2011
Die wirklich wichtigen Dinge werden selten aufgeschrieben, doch meistens erzählt.
Kennen Sie die Wissensfundgruben Ihres Unternehmens?
In jedem Unternehmen gibt es unentdeckte Wissens-Schätze, zum Beispiel Personen oder Projekte, die man nahezu alles fragen kann und immer eine hilfreiche Antwort erhält. Scheinbar laufen dort alle Fäden zusammen. Dies können auch Ort im Unternehmen sein, die als Umschlagplatz für Wissen und Erfahrung gelten. Nur – Wie kommt man an dieses Wissen? Am schnellsten, indem Sie sich davon erzählen lassen - und die Wissensfundgruben aufdecken:
Wissensfundgrube entdecken
Orte und Gelegenheiten:
Manchmal sind die Wissensfundgruben in Unternehmen an Plätze gebunden wie die Cafeteria oder der Kopierer. Manchmal sind sie auch an Gelegenheiten gebunden – das Mittagessen, die Frühstückspause oder der wöchentliche Jour Fix.
Zuhören:
Wo wird Wissen und Erfahrung in ihrem Unternehmen ausgetauscht? Gehen Sie mit offenen Ohren durch das Unternehmen. Bei Fragen des Arbeitsalltags wendet man sich oft an erfahrene Kollegen und vertraut auf deren Wissen – dort ist möglicherweise mehr Wissen verstackt, als Sie ahnen.
Geschichten analysieren:
Nicht selten ist der Erfahrungsaustausch an eine Geschichte geknüpft: Die Geschichte darüber, wie es zu der Erfahrung kam, welcher Fehler der Auslöser war. Damit sich Fehler nicht wiederholen, brauchen diese Geschichten über Erfahrungen und Erfahrungswissen ihren Platz im Unternehmen.
Wenn Sie solche Geschichten gezielt sammeln, erhalten sie mit der Zeit ein klares Bild über die Wissensfundgruben in Ihrem Unternehmen.
Übriges: das Kartenset „Storytelling“ enthält viele Anregungen über den Einsatz von Geschichten im Unternehmen. ;-)
In jedem Unternehmen gibt es unentdeckte Wissens-Schätze, zum Beispiel Personen oder Projekte, die man nahezu alles fragen kann und immer eine hilfreiche Antwort erhält. Scheinbar laufen dort alle Fäden zusammen. Dies können auch Ort im Unternehmen sein, die als Umschlagplatz für Wissen und Erfahrung gelten. Nur – Wie kommt man an dieses Wissen? Am schnellsten, indem Sie sich davon erzählen lassen - und die Wissensfundgruben aufdecken:
Wissensfundgrube entdecken
Orte und Gelegenheiten:
Manchmal sind die Wissensfundgruben in Unternehmen an Plätze gebunden wie die Cafeteria oder der Kopierer. Manchmal sind sie auch an Gelegenheiten gebunden – das Mittagessen, die Frühstückspause oder der wöchentliche Jour Fix.
Zuhören:
Wo wird Wissen und Erfahrung in ihrem Unternehmen ausgetauscht? Gehen Sie mit offenen Ohren durch das Unternehmen. Bei Fragen des Arbeitsalltags wendet man sich oft an erfahrene Kollegen und vertraut auf deren Wissen – dort ist möglicherweise mehr Wissen verstackt, als Sie ahnen.
Geschichten analysieren:
Nicht selten ist der Erfahrungsaustausch an eine Geschichte geknüpft: Die Geschichte darüber, wie es zu der Erfahrung kam, welcher Fehler der Auslöser war. Damit sich Fehler nicht wiederholen, brauchen diese Geschichten über Erfahrungen und Erfahrungswissen ihren Platz im Unternehmen.
Wenn Sie solche Geschichten gezielt sammeln, erhalten sie mit der Zeit ein klares Bild über die Wissensfundgruben in Ihrem Unternehmen.
Übriges: das Kartenset „Storytelling“ enthält viele Anregungen über den Einsatz von Geschichten im Unternehmen. ;-)
Mittwoch, März 23, 2011
Die Steinsuppe - oder: aus Wenig einen Erfolg machen
Es war einmal ein Dorf, nicht zu klein, nicht zu groß, mit Dorfbewohnern, einem Dorfplatz und einem Brunnen in der Mitte. Eines Tages kam ein Fremder ins Dorf und bat um Unterkunft und Essen. Doch niemand gewährte ihm Obdach.
Es gab nicht auf und borgte sich einen alten Kessel. Den füllte er mit Wasser, legte Steine hinein und entfachte ein Feuer - unter dem Kessel und mitten auf dem Dorfplatz. Da wurde die Dörfler neugierig. Der Fremde schien verrückt zu sein, oder gefährlich, vielleicht auch beides.
"Was machst Du da?", fragt der Erste, der Mut zeigte und sich ans Feuer traute. "Ich koche Steinsuppe.", war die Antwort des Fremden, "doch mit einer Karrotte wäre sie schmackhafter." "Oh, eine Karrote kann ich wohl entbehren", dachte der Dörfler und brachte eine.
Es kamen nach und nach noch mehr Dörfler, die Mutiegen zuerst, die Vorsichtigen zuletzt. Sie alle konnten eine Kleinigkeit entbehren, um es zur Steinsuppe zu geben.
Zum Schluss wurde es ein Fest für das ganze Dorf und die beste Suppe, die dort jemals gemeinsam gekocht wurde.
Es gab nicht auf und borgte sich einen alten Kessel. Den füllte er mit Wasser, legte Steine hinein und entfachte ein Feuer - unter dem Kessel und mitten auf dem Dorfplatz. Da wurde die Dörfler neugierig. Der Fremde schien verrückt zu sein, oder gefährlich, vielleicht auch beides.
"Was machst Du da?", fragt der Erste, der Mut zeigte und sich ans Feuer traute. "Ich koche Steinsuppe.", war die Antwort des Fremden, "doch mit einer Karrotte wäre sie schmackhafter." "Oh, eine Karrote kann ich wohl entbehren", dachte der Dörfler und brachte eine.
Es kamen nach und nach noch mehr Dörfler, die Mutiegen zuerst, die Vorsichtigen zuletzt. Sie alle konnten eine Kleinigkeit entbehren, um es zur Steinsuppe zu geben.
Zum Schluss wurde es ein Fest für das ganze Dorf und die beste Suppe, die dort jemals gemeinsam gekocht wurde.
Montag, März 21, 2011
Kommunikation ist wertvoll

Die Blog-Aktion “Kommunikation ist wertvoll!” von Judith Torma Goncalves geht mit den Projektgeschichten in die nächste Runde. Das besondere an dieser Aktion: sie ist nicht nur virtuell. Tatsächlich geht hier ein "echtes" Buch auf Reisen: das Frida-Kahlo-Notizbuch. Darin geben bloggende Dozenten, Trainer, Coaches und Berater wertvolle Tipps rund um die Kommunikation. Ich freue mich sehr, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, mich mit einem Betrag daran zu beteiligen.
Die Steinsuppe - "aus Wenig einen Erfolg machen" - ist eine Geschichte, die viel mit der Durchführung und dem Erfolg von Projekten gemein hat.
Passend dazu die 7 Steine für eine erfolgreiche Kommunikation in Projekten:
- Ziele: Alle sollen wissen, um was es geht. Also formuliert man das Projektziel am besten klar und deutlich - mit verständlichen Worten.
- Nutzen: Was soll mit dem Projekt erreicht werden - ist das allen Beteiligten klar und sind sie einer Meinung?
- Wissen: In Projektteams gibt es mehr verstecktes Wissen als man ahnt. Der schnellste Weg, dieses Wissen nutzbar zu machen, ist, es erzählen zu lassen.
- Balance: erfolgreiche Projektteams kennen die Balance zwischen strukturierter Vorgehensweise und kreativem Freiraum um Lösungen zu entwickeln.
- Konflikte: sind notwendig, um die beste Lösung zu finden. Entwickeln Sie Streitkultur im Team.
- Wertschätzung: Jeder im Team hat andere Talente. Wertschätzen Sie die Unterschiede.
- Stakeholder: Jedes Projekt braucht Unterstützer im Unternehmen. Gut informierte Stakeholder können genau diese Rolle spielen.
Freitag, März 18, 2011
Zitate aus dem Projektmanagement -Alltag: die "Eh-Klar" Aufgaben
„Das ist doch `eh klar, dass wir diese Aufgabe in dem Projekt auch noch lösen…“
Liebes Projekt, schön, dass Du so engagiert und lösungsorientiert bist. Nur ... „Eh klar“ Aufgaben gehören auch in den Projektauftrag und in die Ressourcenplanung. Auch Selbstverständliches muss eingeplant werden, sonst hat es im Projekt keinen Platz.
Freitag, Februar 18, 2011
Zitate aus dem Projektmanagement-Alltag: Über Zusammenarbeit und Collaboratio
Da fragt das Projekt:"Wieso sollte das Projektlauftwerk nicht reichen, da steht doch alles? Wozu Collaboration Software, wir können doch Berechtigungen auf den Laufwerks-Zugriff vergeben ...??"
Liebes Projekt, man kann auch mit einem Lada fahren, wenn man von München nach St. Petersburg fahren muss. Möchte man aber vielleicht nicht unbedingt, wenn es Alternativen gibt ?!?
Liebes Projekt, man kann auch mit einem Lada fahren, wenn man von München nach St. Petersburg fahren muss. Möchte man aber vielleicht nicht unbedingt, wenn es Alternativen gibt ?!?
Donnerstag, Februar 17, 2011
Zitate aus dem Projektmanagement Alltag: Der Zweck einer Software-Lösung
Liebe Programmierer, ich weiß, Ihr kümmert Euch nur um die Software. Das ist ja auch Eure Aufgabe im Projekt.
Manchmal wäre es aber klasse, Ihr wolltet den Zweck verstehen, für den die Software gemacht wird.
Kennt eigentlich jemand den Unterschied zwischen Zweck und Ziele eines Projektes?!?
Ideen dazu gerne im Kommentar ;-)
Manchmal wäre es aber klasse, Ihr wolltet den Zweck verstehen, für den die Software gemacht wird.
Kennt eigentlich jemand den Unterschied zwischen Zweck und Ziele eines Projektes?!?
Ideen dazu gerne im Kommentar ;-)
Mittwoch, Februar 16, 2011
Zitate aus dem Projektmanagement Alltag - Projektplan und Change Request
Manchmal kommst so eine Change Request schneller, als es das Projekt sich vorstellt:
Projektleiter-Seufzer, life aus dem Projekt: "Wenn der Projektplan von gestern heute schon nicht mehr stimmt, nenn es halt Change Request..."
Projektleiter-Seufzer, life aus dem Projekt: "Wenn der Projektplan von gestern heute schon nicht mehr stimmt, nenn es halt Change Request..."
Montag, Februar 14, 2011
Berater-Positionierung: Haben Sie eine gute Geschichte?
Eine gute Positionierung lässt sich auch in eine spannende Geschichte verpacken, denn
Geschichten haben einen emotionalen WertGeschichten merkt man sich und erzählt sie weitergute Geschichten haben die Kraft, Kunden und Mitarbeiter mit auf die Reise zu nehmen. Im Storytelling ist „Die Moral von der Geschicht' …“ ein beliebtes und traditionelles Mittel, um die Botschaft einer Geschichte noch einmal eindeutig für die Zuhörer zu formulieren.
Für heutige Ohren klingt das manchmal aufgesetzt oder belehrend. Daher wird dieses so formulierte Fazit oft weggelassen - insbesondere bei Geschichten im Business-Kontext. Trotzdem bleibt die Forderung an eine gute Geschichte: sie muss eine eindeutige Botschaft haben.
Was für Geschichten stimmt, die Sie erzählen, stimmt auch für eine klare Positionierung als Berater:
Machen Sie doch mal einen Test, ob Ihre Botschaft eindeutig ist! Suchen Sie geeignete Zuhörer, die Ihnen probehalber zuhören und Ihnen freundliche Rückmeldung geben. Fragen an Ihre Zuhörer können dann sein:
Was hast Du verstanden?
Wie würdest Du die Botschaft formulieren?
Wenn Sie Antworten erhalten, die deutlich voneinander abweichen, wissen Sie, dass Ihre Positionierung noch nicht eindeutig genug ist.
mehr...
Geschichten haben einen emotionalen WertGeschichten merkt man sich und erzählt sie weitergute Geschichten haben die Kraft, Kunden und Mitarbeiter mit auf die Reise zu nehmen. Im Storytelling ist „Die Moral von der Geschicht' …“ ein beliebtes und traditionelles Mittel, um die Botschaft einer Geschichte noch einmal eindeutig für die Zuhörer zu formulieren.
Für heutige Ohren klingt das manchmal aufgesetzt oder belehrend. Daher wird dieses so formulierte Fazit oft weggelassen - insbesondere bei Geschichten im Business-Kontext. Trotzdem bleibt die Forderung an eine gute Geschichte: sie muss eine eindeutige Botschaft haben.
Was für Geschichten stimmt, die Sie erzählen, stimmt auch für eine klare Positionierung als Berater:
Machen Sie doch mal einen Test, ob Ihre Botschaft eindeutig ist! Suchen Sie geeignete Zuhörer, die Ihnen probehalber zuhören und Ihnen freundliche Rückmeldung geben. Fragen an Ihre Zuhörer können dann sein:
Was hast Du verstanden?
Wie würdest Du die Botschaft formulieren?
Wenn Sie Antworten erhalten, die deutlich voneinander abweichen, wissen Sie, dass Ihre Positionierung noch nicht eindeutig genug ist.
mehr...
Mittwoch, Februar 02, 2011
Vom Umgang mit Projekten: Beratung in komplexen Systemen
Sind Sie schon mal durch ein Labyrinth gelaufen? Selbst wenn Sie diese Erfahrung noch nie gemacht haben, Sie wissen bestimmt, wie schnell man sich verlaufen kann, nicht wahr?
Wenn man mitten drin steckt im Labyrinth und nach dem richtigen Weg sucht, wünscht man sich, einmal von oben auf das Labyrinth blicken zu können. Dann wäre es nämlich ganz einfach. Von oben gewinnt man leicht den Überblick, der richtige Weg findet sich (fast) von allein. Denn um den Weg aus dem Labyrinth zu finden, ist es oft schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen.
Dem ein oder anderen Projektleiter geht es nicht viel anders. Auch im Projekt geht es oft darum, in unübersichtlichen Situationen Entscheidungen zu treffen, um das Projektziel zu erreichen.
Die einzig mir bekannte Methode, um mit Labyrinthen klarzukommen, ist der Faden der Ariadne . Bei Projekten gibt es zum Glück eine größere Auswahl an bewährten Methoden.
Zum Beispiel:
Als Projektleiter ist man nicht nur Projektleiter im Unternehmen sondern oft genug auch Mitarbeiter seines Chefs (Achtung, andere Methode: formale und informelle Rollen von Projektbeteiligten klären). Als Mitarbeiter kann es vorkommen, dass man vom Chef mit Projekten beauftragt wird, die man vielleicht nicht haben möchte, aber trotzdem durchführen muss (z. B. in dieser Projektgeschichte), worum es auch in diesem Beispiel einer systemischen Organisationsaufstellung ging.
So ein ungeliebtes Projekt mit schlimmstenfalls auch noch schlechten Erfolgsaussichten als System aufzustellen, garantiert noch keinen Projekterfolg. In unserem Seminar-Fall hat es doch sehr schnell Aspekte des Projektes gezeigt, die der Projektleiter so noch nicht wahrgenommen hatte und ihm halfen, das Projekt "auf die Erfolgsschiene" zu bringen.
Denn an dem Projekt waren nicht nur Mitarbeiter und Chef als Projektleiter und Sponsor beteiligt, sondern auch der Kunde und Auftraggeber als Mitarbeiter einer anderen Abteilung des Unternehmens und wiederum dessen Vorgesetzter. Vom Projektteam und anderen Stakeholdern mal ganz abgesehen. Die Erwartungen der Auftraggeber an das Projekt waren dem Projektleiter im Zuge der Diskussion um die richtige Gestaltung des Projektes fast verloren gegangen. Das stellte sich in der Analyse des Systems schnell heraus. Die Aufstellung des Projektes als System hat das ganz einfach sichtbar gemacht.
Nach 45 Minuten Aufstellung, Analyse und Diskussion von Alternativen war für den Projektleiter sonnenklar, was die nächsten erfolgversprechenden Schritte für das Projekt sein können.
Damit erzählt jede Organisationsaufstellung eines Projektes eine eigene Geschichte über das Projekt und seinen gegenwärtigen Zustand, die auch immer etwas neues für Erzähler und Zuhörer mitbringt.
In dem Sinne, bleibt es spannend für den Projektleiter mit dem ungeliebten Projekt, denn das Ende des Projektes ist noch offen, doch er hat jetzt einen besseren Überblick über die nächsten Schritte in seinem Labyrinth.
OFF TOPIC, aber nur fast:
Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Labyrinth und Irrgarten?
Wenn man mitten drin steckt im Labyrinth und nach dem richtigen Weg sucht, wünscht man sich, einmal von oben auf das Labyrinth blicken zu können. Dann wäre es nämlich ganz einfach. Von oben gewinnt man leicht den Überblick, der richtige Weg findet sich (fast) von allein. Denn um den Weg aus dem Labyrinth zu finden, ist es oft schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen.
Dem ein oder anderen Projektleiter geht es nicht viel anders. Auch im Projekt geht es oft darum, in unübersichtlichen Situationen Entscheidungen zu treffen, um das Projektziel zu erreichen.
Die einzig mir bekannte Methode, um mit Labyrinthen klarzukommen, ist der Faden der Ariadne . Bei Projekten gibt es zum Glück eine größere Auswahl an bewährten Methoden.
Zum Beispiel:
Als Projektleiter ist man nicht nur Projektleiter im Unternehmen sondern oft genug auch Mitarbeiter seines Chefs (Achtung, andere Methode: formale und informelle Rollen von Projektbeteiligten klären). Als Mitarbeiter kann es vorkommen, dass man vom Chef mit Projekten beauftragt wird, die man vielleicht nicht haben möchte, aber trotzdem durchführen muss (z. B. in dieser Projektgeschichte), worum es auch in diesem Beispiel einer systemischen Organisationsaufstellung ging.
So ein ungeliebtes Projekt mit schlimmstenfalls auch noch schlechten Erfolgsaussichten als System aufzustellen, garantiert noch keinen Projekterfolg. In unserem Seminar-Fall hat es doch sehr schnell Aspekte des Projektes gezeigt, die der Projektleiter so noch nicht wahrgenommen hatte und ihm halfen, das Projekt "auf die Erfolgsschiene" zu bringen.
Denn an dem Projekt waren nicht nur Mitarbeiter und Chef als Projektleiter und Sponsor beteiligt, sondern auch der Kunde und Auftraggeber als Mitarbeiter einer anderen Abteilung des Unternehmens und wiederum dessen Vorgesetzter. Vom Projektteam und anderen Stakeholdern mal ganz abgesehen. Die Erwartungen der Auftraggeber an das Projekt waren dem Projektleiter im Zuge der Diskussion um die richtige Gestaltung des Projektes fast verloren gegangen. Das stellte sich in der Analyse des Systems schnell heraus. Die Aufstellung des Projektes als System hat das ganz einfach sichtbar gemacht.
Nach 45 Minuten Aufstellung, Analyse und Diskussion von Alternativen war für den Projektleiter sonnenklar, was die nächsten erfolgversprechenden Schritte für das Projekt sein können.
Damit erzählt jede Organisationsaufstellung eines Projektes eine eigene Geschichte über das Projekt und seinen gegenwärtigen Zustand, die auch immer etwas neues für Erzähler und Zuhörer mitbringt.
In dem Sinne, bleibt es spannend für den Projektleiter mit dem ungeliebten Projekt, denn das Ende des Projektes ist noch offen, doch er hat jetzt einen besseren Überblick über die nächsten Schritte in seinem Labyrinth.
OFF TOPIC, aber nur fast:
Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Labyrinth und Irrgarten?
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