Dienstag, Juli 15, 2008

Alles verboten....

Habt ihr gewusst, dass man sein Handy im Auto außer zum Telefonieren auch zum Ohrwärmen nicht benutzen darf ?
Telefonieren im Auto ist zwar etwas, was eh´keiner tut ;-)
aber ein Handy ist im Auto außer zum nicht-Telefonieren auch zum Nicht-Ohrwärmen da.

Das wurde soger hochamtlich bestätigt, denn ein LWK-Fahrer hatte gegen seinen Bußgeldbescheid wegen "fahrlässiger unbefugter Benutzung eines Mobiltelefons" geklagt. Er habe sich wegen Ohrenschmerzen einen Wärmeakku ans linke Ohr gehalten. Es hat ihm aber keiner geglaubt.

Auch das Ans-Ohr-Halten von Irgendetwas (vorzugsweise des Handys) zu welchem Zweck auch immer, ist nicht erlaubt.

Das veranlasst mich zu folgenden Überlegungen:
Sind Rechts-Ohr-Telefonierer da nicht im Vorteil, weil sie nicht so schnell erwischt werden? - Ist das gerecht?
Was mache ich, wenn ich auf beiden Ohren Schmerzen habe und nur einen "Wärme-Akku" besitze? - doch das Telefon nehmen?
Führt das nicht zu Verwechslungen?
Was passiert, wenn ich mit dem Wärmeakku telefoniere? und er antwortet?

Das Leben kann ganz schön kompliziert sein....

zum genau-nachlesen:
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/hamm/j2007/2_Ss_OWi_606_0...

Freitag, Juni 27, 2008

Sind Emotionen ein Erfolgsfaktor für Projekte?

Das Schlagwort "Emotionale Intelligenz" geistert seit langem durch die Literatur. Seitdem ist gewiss, das nicht nur intellektuelle Intelligenz zum Erfolg führt.

Doch im Alltag ist das alles nicht so einfach. Emotionale Entscheidungen haben im Geschäftsalltag scheinbar nichts verloren. Hier geht es um logisch-nüchternes Abwägen von Chancen und Risiken. Der kühl kalkulierende Manager, der Entscheidungen nur vernunftmäßig trifft, ist jedoch eine Legende. Gefühle, die Sie nicht beeinflussen können, spielen vielmehr immer eine große Rolle.

Gefühle sind somit in der Arbeitswelt in der Regel unsichtbar. Das heisst jedoch nicht, dass sie nicht vorhanden sind. Es ist nur ungleich schwerer, sie für die Arbeitswelt angemessen zum Ausdruck zu bringen.

Der Mensch soll seine Sorgen nicht "in sich hineinfressen" - in dieser Redewendung kommt die landläufige Meinung zum Ausdruck, daß es besser sei, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Doch mit welchen Folgen ist denn wirklich zu rechnen, wenn der Mensch seine Gefühle unterdrückt?

Es gibt Emotionsforscher, die sich mit solchen Themen auseinandersetzen.

Der irische Schriftsteller und Dramatiker George Bernard Shaw sollte darüber Auskunft geben, welcher der drei Faktoren jemanden am sichersten zum Erfolg führen würde: Arbeit, Geld oder Intelligenz? Shaw antwortete mit einer Gegenfrage: "Welches Rad bei einem Dreirad ist das wichtigste, wenn Sie sich darauf setzen und vorwärtskommen wollen?"

Übertragen auf Projekterfolg kann man die 3 Faktoren so formulieren: Planung, Intelligenz oder Emotion.
Doch zurück zum Alltag: Welche Erfahrungen haben Sie mit Emotionen in Projekten gemacht?

Donnerstag, März 20, 2008

Darin liegt die Kunst des Redens -

.... im Gespräch
mit Klugen, stütz dich auf Gelehrsamkeit;
mit Gelehrten, stütz dich auf die Schärfe des Arguments;
mit Scharfsinnigen, stütz dich auf unerschütterliche Gelassenheit;
mit Vornehmen, stütz dich auf die Macht mächtiger Freunde;
mit Reichen, stütz dich auf pompöse Großzügigkeit;
mit Armen, stütz dich auf die Betonung des Nützlichen;
mit Tapferen; stütz dich auf die Kühnheit in Haltung und Wort;
mit Törichten, stütz dich auf alles, was ihnen Freude macht

Chinesisches Sprichwort

Mittwoch, März 19, 2008

Jedes Wort zuviel ist ein Gedanke zuwenig.

Mal zum Nachdenken:

Je knapper die Ressource, desto wertvoller der Rohstoff...

Worte sind ja Verbrauchsgüter. Sie werden immer wieder nachproduziert und lassen somit einen verschwenderischen Umgang zu.Qualität und Wert misst sich ja oft an der Knappheit und Seltenheit.Wie würden wir denn Sprache bewerten und mit Worten umgehen, wenn wir ab morgen pro Tag nur 5000 Worte zur Verfügung hätten? bzw. wüssten, dass unser Wortschatz endlich wäre?

Sonntag, Februar 17, 2008

Wer sein Ziel kennt, darf sich auch Umwege erlauben...

Eines Tages kam ein herrenloses Pferd auf eine Farm. Keiner wusste, wem es gehört. Das Pferd hatte sich verlaufen. Der junge Milton schwang sich auf das Pferd, führte es auf die Straße und wartete dort, bis es anfing eine Richtung einzuschlagen.

Dann ließ er es dahin traben. Immer wenn es vom Weg abkam, führte er es wieder zurück auf die Straße. Bei Kreuzungen ließ er dem Pferd Zeit, selbst zu entscheiden, und hielt es dann wieder auf dem Weg.

Langsam wurden die Gebäude der Nachbarfarm sichtbar und das Pferd wurde immer schneller. Milton wurde mit dem Pferd herzlich begrüßt:" Woher wusstest du,dass das Pferd uns gehört?" Milton lachte und antwortete: " Ich wusste es nicht, das Pferd wusste es."

Wir alle kennen unser Ziel, wissen wohin wir gehören, verlaufen uns nur manchmal. . .

Samstag, Februar 16, 2008




Ideale sind wie Sterne.
Wir erreichen Sie niemals,

aber wie die Seefahrer auf dem Meer

richten wir unseren Kurs nach ihnen aus.


(Carl Schnee)

Freitag, Februar 15, 2008

Menschen brauchen Geschichten – auch in Unternehmen

Menschen brauchen Geschichten. Schon als Kinder sind wir ganz versessen darauf, Geschichten erzählt zu bekommen. Daran ändert sich auch in späteren Jahren nichts. Wenn die Geschichten uns gut gefallen, hören wir sie gerne auch öfter. Und je öfter man eine Geschichte hört, umso mehr versteht man sie. Erstaunlicherweise zeigt sich manch´ hintersinniger Inhalt und manche Weisheit erst, wenn man eine Geschichte öfter gehört hat.
Zusammenhänge erscheinen auf einmal deutlich, anschaulich gemacht durch eine Metapher in einer Geschichte.
Geschichten helfen uns, unsere Umwelt zu verstehen. Je komplexer die Zusammenhänge sind, um so wichtiger ist oft eine gute Geschichte, um grundsätzliches zu begreifen. Geschichten bringen damit Ordnung in eine ansonsten chaotisch erscheinende Welt.

Dabei ist paradoxerweise die Welt der Geschichten genauso unübersichtlich, wie die Welt, die sie abbildet. Es gibt nicht die eine Geschichte, sondern oft eine Vielzahl davon. Ganz wie im wirklichen Leben, fängt jede Geschichte eine andere Perspektive ein und macht sie verständlich. Oft ist es wichtig, möglichst viele Geschichten zu einer Sache zu hören – Dinge von allen Seiten zu beleuchten war schon immer ein weise Rat.

Damit schaffen Geschichten Ordnung und geben Sinn. Darum lieben wir sie auch noch, wenn wir doch anscheinend dem Alter längst entwachsen sind, in dem uns Geschichten erzählt werden. Wenn wir von uns berichten, dann erzählen wir Geschichten. Wenn wir unserer Erfahrungen weitergeben, erzählen wir Geschichten. Oder zumindest sollten wir das tun. Denn oft helfen Geschichten weiter, wo nüchterne Fakten nicht zur Geltung kommen und kein Verständnis finden.
Denn: Was man nicht erklären kann, darüber muss man erzählen. Dann wird es verständlich.

Donnerstag, Januar 31, 2008

Lernen aus Geschichten – Leben mit der Erinnerung

Projektmanagement geschieht, seit Menschen größere Projekte gemeinschaftlich durchführen. Weder die Planung und Ausrüstung eines Feldzuges, noch der Bau eines Tempels oder einer Festung, noch beispielsweise eine Seereise zur Entdeckung der Westpassage nach Indien sind vorstellbar, ohne dass die Verantwortlichen diese Projekte geplant hätten. Jedoch geschah dies lange Zeit formlos allein aufgrund der Erfahrungen und der Kenntnisse der Verantwortlichen.

Das Wissen darüber wurde weder gezielt bewahrt noch akribisch dokumentiert. Trotzdem hat es sich erhalten und wurde sogar weiterentwickelt. Die mündliche Weitergabe des Wissens ist die älteste aller Formen - und sie funktioniert.


Erst im 20. Jahrhundert nahm diese Weiterentwicklung systematische Formen an. Diese informellen Verfahren wurden zusammengetragen, systematisiert und in die wissenschaftlich aufbereitete Form gebracht werden, unter der heute in Organisationen Projektmanagement betrieben wird.

Projekte sind seitdem eine eigene Organisationsform. Doch Organisationen können nicht lernen im eigentlichen Sinn des Wortes. Lernen können nur Menschen als Mitglieder einer Organisation. Menschen lernen während der Arbeit. Daher vermehrt sich Wissen während der Laufzeit eines Projektes, solange an ihm gearbeitet wird.

Doch kein Projektmitglied hat das umfassende Wissen über das gesamte Projekt. Wie Mosaiksteine setzt sich das Wissen des ganzen aus vielen einzelnen Aspekten zusammen. Je nach Betrachtungsweise gibt es hier sogar Widersprüche und manchmal auch scheinbare Lücken.


Die Gesprächpartner bilden ein lernendes System


und

der direkteste Weg von Mensch zu Mensch führt über einen Umweg - dem Erzählen.


Geschichten lassen uns aus Erfahrungen lernen. Sie berühren uns und bringen eine Saite in uns zum klingen, die Argumente nicht erreichen. Argumente sind Fakten, stärker sind die Bilder der Geschichten. Denn Geschichten berühren uns intensiv, lassen uns träumen und fühlen, Schmerz, Hoffnung und Freude stärker erleben, als Fakten es können. Gute Geschichtenerzähler ermöglichen Lernen aus Erfahrung ohne dass wir es merken müssen.

Dienstag, Januar 22, 2008

Was macht der Wissensmanager mit seinem Wissen?

Sind Wissensmanager nicht auch gerne Wissenssammler?



Kenntnisse bloß zu sammeln ist genauso schlecht, wie Geld zu horten.

Auch Wissen will umgesetzt sein.


(Robert Lee Frost)

Sonntag, Januar 20, 2008

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen ist ja ein nettes und auch wichtiges Schlagwort, was in unterschieldichen Bereichen immer wieder als Anforderung an uns alle in die allgemeine Diskussion geworfen wird.
Die Begründungen dafür sind vielschichtig und zahlreich - im Zeitalter der Wissensarbeiter sind sie auch einleuchtend, irgendwie.
Nur - die bisher beste Begründung dafür habe ich bei Bert Brecht (1898 - 1956) gefunden. Gar nicht so neu, eher alt. Stimmt aber immer noch.
Hier ist sie:

Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen
Daraus entnehme ich: ihr seid Millionäre.
Eure Zukunft ist gesichert - sie liegt
Vor euch im Licht. Eure Eltern
Haben dafür gesorgt, dass eure Füße
An keinen Stein stossen. Da musst du
Auch nichts lernen. So wie du bist,
Kannst du bleiben.

Sollte es dann doch Schwierigkeiten geben,
Da doch die Zeiten
Wie ich gehört habe, unsicher sind
Hast du deine Führer, die dir genau sagen
Was du zu machen hast, damit es euch gut geht.
Sie haben nachgelesen bei denen
Welche die Wahrheit wissen
Die für alle Zeiten Gültigkeit haben
Und die Rezepte, die immer helfen.

Wo so viele für dich sind
Brauchst du keinen Finger rühren.
Freilich, wenn es anders wäre
Müsstest du lernen.