Gerade habe ich ein neues Tool zum Geschichtenerzählen gefunden: www.STORIFY.com
Man kann damit Social Media Geschichten erzählen - wunderbar einfach und bunt.
Wer das Foto vom PM Camp gesehen hat und mich kennt, weiß, dass ich für "bunt" viel übrig habe. Ich schätze einfach die Vielfalt, auch bei Farben.
In dem Sinne gefällt mir dieses neu entdeckte Tool sehr gut. Man baut aus verschiedenen Tweets eine Geschichte, kommentiert sie mit Text - und hat so eine Zusammenstellung von unterschiedlichen Tweets zu einem Thema - oder auch mehreren...
Als ersten Beispiel musste natürlich das PM Camp vom letzten Wochenende in Dornbirn herhalten. Schaut selbst: http://storify.com/projektstory/pm-camp-2011-at-dornbirn
Business Storytelling: Geschichten über Erfahrungen im Business und in Projekten. Storytelling-Methoden und Tipps für Menschen und Unternehmen, Business-Helden und Projektleiter
Dienstag, November 08, 2011
Montag, November 07, 2011
Ein voller Erfolg - das PM Camp in Dornbirn 2011
So, das war´s. Zumindest für 2011. Wir hatten ein sehr inspirierende, abwechslungsreiche und unterhaltsamen Projektmanagement Camp in Dornbirn (Hinweis für alle Nordlichter: das ist in Österreich, in der Nähe vom Bodensee ;-))
Wir haben unglaublich viele Erfahrungen und Geschichten geteilt, kontroverse aber inspirierende Diskussionen geführt und viele Ideen mit nach Hause gebracht.
Die Stimmung des Camps gibt das Abschlussfoto auch ganz wunderbar wieder.
Wir haben unglaublich viele Erfahrungen und Geschichten geteilt, kontroverse aber inspirierende Diskussionen geführt und viele Ideen mit nach Hause gebracht.
Die Stimmung des Camps gibt das Abschlussfoto auch ganz wunderbar wieder.
Dienstag, November 01, 2011
Projekthindernisse: Ich habs zwar nicht gebaut, beseitigen muss ich es trotzdem....
Kaum denkt man, dass mal so alles nach Plan läuft, geht etwas schief. Das ist der Alltag, den wir ja alle kennen, nicht nur im Projekt. Das Leben scheint manchmal nur aus Planänderungen und Umwegen zu bestehen. Gerade dann ist es wichtig, sich an so ganz einfach Weisheiten zu erinnern, zum Beispiel "1 Schritt nach dem anderen.", wie Beppo Straßenkehrer aus dem
Geschichten Klassiker Momo. Das ist nämlich tatsächlich die einzige Methode, um ans Ziel zu kommen oder Probleme zu lösen. Oder haben Sie schon einmal versucht, alle Schritte auf einmal zu gehen? Wenn ja, dann haben wir eine kleine Inspiration für Sie, mal etwas anderes zu versuchen.
Geschichten Klassiker Momo. Das ist nämlich tatsächlich die einzige Methode, um ans Ziel zu kommen oder Probleme zu lösen. Oder haben Sie schon einmal versucht, alle Schritte auf einmal zu gehen? Wenn ja, dann haben wir eine kleine Inspiration für Sie, mal etwas anderes zu versuchen.
Stellen Sie sich mal vor....
Sie sind Teilprojektleiter eines großen IT-Projekts, an dem viele Abteilungen beteiligt sind, ein Software-System, das von vielen Abteilungen genutzt werden soll. Ihr Auftrag ist klar beschrieben. Sie sollen sich um die Entwicklung der Auswertungen der Daten der Software kümmern. Sie haben einen Kollegen aus einer anderen Abteilung mit in Ihrem Team, der fachliches Know How beisteuert. Nennen wir ihn Kollege X. Ihr Team entwickelt eine Lösung auf Basis des Know Hows des Kollegen aus der anderen Abteilung. Das klappt auch wunderbar, das Team versteht sich und arbeitet gut zusammen. Obwohl es über Abteilungsgrenzen geht, und die sind ja manchmal gefährlich.
Jetzt passierts. Irgendwer anders in dem großen Projekt kann seinen Plan nicht einhalten. Warum auch immer. In der Kaffeeküche wird gesagt "Da hat einer Mist gebaut." Das spielt aber keine Rolle. Aus dieser Projektkrise wird nur eines für Sie auf einmal dramatisch wichtig: Um diese Krise möglichst schnell zu beheben, muss der Kollege X dort bis auf weiteres aushelfen.
Damit bekommen Sie in ihrem Teilprojekt ein Problem, dass Ihr Teilprojekt gar nicht verursacht hat. Das Leben ist unfair. Jeder könnte schließlich die Probleme selbst wieder beheben, die er verursacht hat. Wenn es doch nur immer so einfach wäre.
Was tun? Sie suchen nach Lösungen, auch in der Diskussion im Team. Und da wird eines ganz schnell klar: Sobald einer eine Idee hat, sieht ein anderer ein Problem, was mit genau dieser Idee nicht gelöst werden kann. Jetzt haben Sie 2 Möglichkeiten:
1) Aufgeben (das ist aber langweilig und bringt niemanden nicht weiter)
2) Das Problem in so viele " Einzelteile " zerlegen, wie nur irgend möglich.
Dann sucht das Team für jedes "Einzelteil" einen Lösung.
Einer steuert den Prozess und prüft, ob die Einzelteile auch zusammenpassen und welche Abhängigkeiten sich ergeben.
Eben 1 Schritt nach dem anderen, wie Beppo Straßenkehrer.
1) Aufgeben (das ist aber langweilig und bringt niemanden nicht weiter)
2) Das Problem in so viele " Einzelteile " zerlegen, wie nur irgend möglich.
Dann sucht das Team für jedes "Einzelteil" einen Lösung.
Einer steuert den Prozess und prüft, ob die Einzelteile auch zusammenpassen und welche Abhängigkeiten sich ergeben.
Eben 1 Schritt nach dem anderen, wie Beppo Straßenkehrer.
Und ... so wird ja schließlich auch Software gebaut.
Donnerstag, August 18, 2011
Der Projektturbo: wie mit Humor aus Projektteams Spitzenteams werden
Projektteams, die Spaß an ihrer Arbeit haben, sind erfolgreich. Weil die Atmosphäre positiv und das Team hochmotiviert ist. Und warum ist das nicht immer so? Weil Teamleitern und Team Humor fehlt!
Projektteams, die Spaß an ihrer Arbeit haben, sind erfolgreich. Weil die Atmosphäre positiv und das Team hochmotiviert ist. Und warum ist das nicht immer so? Weil Teamleitern und Team Humor fehlt. Humor? In der Projektarbeit? Soll das ein Witz sein? Im Gegenteil! Projekte sind eine hochkomplexe Angelegenheit.
Was schief gehen kann, geht schief.
Projekte erfordern jede Menge Gelassenheit, Fehlertoleranz, Kommunikationsfähigkeit und Motivation. Projekte sind auch nur Menschen. Wer mit Menschen erfolgreich zusammenarbeiten will, sollte sein Humorpotenzial entwickeln! Denn wer mit Humor in Projektarbeit geht, kann Menschen führen. Er motiviert löst Konflikte, schafft das notwendige Wir-Gefühl. Er vermittelt den Spaß an der Projektleistung. Und fördert so den Teamerfolg. Aus Projektteams werden Spitzenteams. Voller Begeisterung, Spaß und Freude. Das Beste daran: Humor kann man lernen.
Wie das möglich ist und wie Sie die Erfolgsstrategie Humor in Projekten anwenden, das beweist Ihnen Jumi Vogler in ihrem Vortrag. Aktiv! Erfolg lacht!
Wann und Wo:
08. September, auf dem Abend des BDVT-Regionalclubs Bayern
Kosten: Mitglieder BDVT und Partnerverbände € 15,- Gäste € 20,-
Anmeldungen hier per e-Mail
Projektteams, die Spaß an ihrer Arbeit haben, sind erfolgreich. Weil die Atmosphäre positiv und das Team hochmotiviert ist. Und warum ist das nicht immer so? Weil Teamleitern und Team Humor fehlt. Humor? In der Projektarbeit? Soll das ein Witz sein? Im Gegenteil! Projekte sind eine hochkomplexe Angelegenheit.
Was schief gehen kann, geht schief.
Projekte erfordern jede Menge Gelassenheit, Fehlertoleranz, Kommunikationsfähigkeit und Motivation. Projekte sind auch nur Menschen. Wer mit Menschen erfolgreich zusammenarbeiten will, sollte sein Humorpotenzial entwickeln! Denn wer mit Humor in Projektarbeit geht, kann Menschen führen. Er motiviert löst Konflikte, schafft das notwendige Wir-Gefühl. Er vermittelt den Spaß an der Projektleistung. Und fördert so den Teamerfolg. Aus Projektteams werden Spitzenteams. Voller Begeisterung, Spaß und Freude. Das Beste daran: Humor kann man lernen.
Wie das möglich ist und wie Sie die Erfolgsstrategie Humor in Projekten anwenden, das beweist Ihnen Jumi Vogler in ihrem Vortrag. Aktiv! Erfolg lacht!
Wann und Wo:
08. September, auf dem Abend des BDVT-Regionalclubs Bayern
| Ort | Come-together | Vortragsbeginn | |
| | | | |
| TFK GmbH Baierbrunner Straße 33, 81379 München | 18.30 Uhr | 19.00 Uhr |
Anmeldungen hier per e-Mail
Mittwoch, August 17, 2011
3 Schritte für erfolgreiche Projekte
1) Mach einen Plan, halte dich dran und überprüfe ihn regelmäßig, wenn nötig, passe ihn an.
2) Rede mit den Leuten.
3) wiederhole Schritt 1 und 2.
Im Zweifelsfall hat Schritt 2 Priorität.
Donnerstag, August 04, 2011
Zitat aus dem Projektmanagement-Alltag: die interne Rechtschreib-Prüfung
Projektleiter:"Lieber Teilprojektleiter, wo ist das Dokument, das heute Abgabe-Termin hat?"
Teilprojektleiter:"Habe ich heute vormittag per e-Mail geschickt."
Projektleiter:"Bei mir ist nichts angekommen....."
Teilprojektleiter:"Oh, dann hängt die eMail noch in der internen Rechtschreibprüfung." :-)
(nein, nicht ausgedacht, live erlebt heute!)
Merke: Projekt-Ergebnisse sind nur dann rechtzeitig fertig, wenn sie der Empfänger auch rechtzeitig erhalten hat. :-/
Teilprojektleiter:"Habe ich heute vormittag per e-Mail geschickt."
Projektleiter:"Bei mir ist nichts angekommen....."
Teilprojektleiter:"Oh, dann hängt die eMail noch in der internen Rechtschreibprüfung." :-)
(nein, nicht ausgedacht, live erlebt heute!)
Merke: Projekt-Ergebnisse sind nur dann rechtzeitig fertig, wenn sie der Empfänger auch rechtzeitig erhalten hat. :-/
Dienstag, Juni 21, 2011
Lass die Katze los ....
In einem Kloster lebte ein alter Meister, der jeden Tag seine Andacht hielt. Da er nun mehrfach in seiner Andacht von einer Katze gestört wurde, befahl er, die Katze während seiner Andacht anzubinden.
Einige Jahre später starb der alte Meister und ein neuer Meister nahm seinen Platz ein. Die Katze wurde weiter während der Andacht angebunden.
Wieder einige Jahre später starb die Katze. Um eine Katze während der Andacht anbinden zu können, wurde eine neue Katze gekauft.
Im Lauf der folgenden Jahre kamen Besucher aus anderen Klöstern und sahen, dass in diesem Kloster immer eine Katze zur Andacht angebunden wurde. Sie beschlossen, dies für ihr eigenes Kloster zu übernehmen.
Einige Jahrzehnte später füllten die Gelehrten dicke Bücher über die liturgische Bedeutung des Anbindens einer Katze während der Andacht.
Tja, wie viele Katzen werden eigentlich in unseren täglichen Arbeitsabläufen so gepflegt? Da gibt es im Statusbericht der Projekte detaillierte Kostenaufstellungen, weil der Leiter des Programm-Managements das so verlangte. Nur dass diese Führungskraft im Unternehmen schon längst Geschichte ist. Die Auswertungen hinterfragt allerdings niemand - es prüft sie ja auch niemand mehr.
Ich bin sicher, Sie kennen die ein oder andere Katze in Ihrem Projektalltag, auch wenn sie möglicherweise als etwas ganz anderes daherkommt.
Einige Jahre später starb der alte Meister und ein neuer Meister nahm seinen Platz ein. Die Katze wurde weiter während der Andacht angebunden.
Wieder einige Jahre später starb die Katze. Um eine Katze während der Andacht anbinden zu können, wurde eine neue Katze gekauft.
Im Lauf der folgenden Jahre kamen Besucher aus anderen Klöstern und sahen, dass in diesem Kloster immer eine Katze zur Andacht angebunden wurde. Sie beschlossen, dies für ihr eigenes Kloster zu übernehmen.
Einige Jahrzehnte später füllten die Gelehrten dicke Bücher über die liturgische Bedeutung des Anbindens einer Katze während der Andacht.
Tja, wie viele Katzen werden eigentlich in unseren täglichen Arbeitsabläufen so gepflegt? Da gibt es im Statusbericht der Projekte detaillierte Kostenaufstellungen, weil der Leiter des Programm-Managements das so verlangte. Nur dass diese Führungskraft im Unternehmen schon längst Geschichte ist. Die Auswertungen hinterfragt allerdings niemand - es prüft sie ja auch niemand mehr.
Ich bin sicher, Sie kennen die ein oder andere Katze in Ihrem Projektalltag, auch wenn sie möglicherweise als etwas ganz anderes daherkommt.
Montag, Mai 30, 2011
Auf Sand gebaut?
Als Bonanno im Jahre 1173 den Glockenturm von Pisa baute, ahnte er nicht, dass er mit seinem Turm als dem „schiefen Turm von Pisa“ in die Annalen der Geschichte eingehen würde. Was war das Problem? Er hatte auf sandigem Boden gebaut.
Das Fundament ist entscheidend – und was hier am Anfang nicht berücksichtigt wird, wirkt sich später ganz unvorhersehbar aus.
Also: wenn das Fundament eines Projektes nicht sauber gelegt wird ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Projekt irgendwann im Laufe der Zeit in eine Schieflage gerät.
Das Fundament, das sind Dinge wie Auftragsklärung, Projektinitialisierung und Stakeholderanalyse. Lange bevor die Arbeit am eigentlichen Projekt beginnt sind das die Faktoren, die für ein sicheres Fundament des Projektes sorgen. Und wir das Fundament eines Bauwerks – später sind sie unsichtbar, aber sie sorgen für die entscheidende Stabilität des Projektes.
Dienstag, April 12, 2011
Zitate aus dem Projektmanagement Alltag: Über den Wert der Dokumentation
"Vertrauliche Dokumente kann man gut zwischen den Seiten des Projektabschlussberichts verstecken. Da schaut nie jemand nach."
(Der Autor dieses Zitats möchte anonym bleiben ;-)
(Der Autor dieses Zitats möchte anonym bleiben ;-)
Donnerstag, April 07, 2011
Projektgeschichte: Rechtzeitig kommunizieren
Manchmal erkennt man auf einen Schlag sehr klar, das es so nicht weitergehen kann und eine Veränderung dringend notwendig ist.
Da war einmal ein Mann, Chef eines großen Unternehmens, das wertvolle Dingen herstellte, ganz besondere Uhren, um genau zu sein. Der Mann dachte gerne viel und genau nach, was die Zukunft und die Entwicklung des Unternehmens betraf. Weil er auch genau hinschaute, wurde ihm eines Tages klar, das über kurz oder lang niemand mehr diese Art von Uhren kaufen würde. Er würde etwas ganz Grundlegendes in seinem Unternehmen verändern müssen.
Und so beschloss er, dass die Uhren, die das Unternehmen herstellte, zu verändern seien.
Er überlegte sogar schon, was genau zu verändern sei, und welche neuen Kenntnisse dafür notwendig seien. Er sprach auch über seine Entscheidung mit Mitarbeitern des Unternehmens. Nur mit einem sprach er nicht, das war der Leiter der Uhrwerk-Produktion. Ihm wollte er die neue Idee zu einem möglichst günstigen Zeitpunkt erläutern. Was immer "günstig" auch bedeutete.
Was er nicht bedacht hatte: Die Mitarbeiter seines Unternehmens redeten miteinander. Ein Umstand, den er immer sehr schätzte. Doch sie redeten auch über die neuen Entwicklungen im Unternehmen und warum ausgerechnet, der, den es am meisten betraf, nichts davon wusste.
Und so kam, was kommen musste: der Produktionsleiter erfuhr auf vielen Umwegen, dass die Produktion der Uhren zukünftig entscheidend verändert werden sollte. Und was ihm auch erzählt wurde war, dass er nicht Teil dieser Veränderung sein würde. Denn das war es, was die Mitarbeiter wahrgenommen hatten und wie sie es weitererzählten, in unzähligen Varianten.
Und so geschah weiter, was geschehen musste - der Produktionsleiter verließ das Unternehmen, bevor ihm, wie er befürchtete, gekündigt werden würde. Nun fehlte derjenige, der dieses Veränderungsprojekt hätte leiten sollen - nach den Vorstellungen des Chefs.
Der rieb sich verwundert die Augen, als er feststellte, das sich Kommunikation nicht anhalten lässt. Und das war noch die geringste aller Folgen für das Unternehmen.
Alles andere dürft Ihr Euch aus Euren eigenen Erfahrungen dazu denken.
Lieber Auftraggeber Deiner Projekte, wenn Du eine getroffene Entscheidung nicht gleich kommuniziert, weil Du hoffst, damit Zeit zu gewinnen, ist das so, als ob Du die Uhr anhältst, um die Gegenwart noch ein bischen festzuhalten und die Zukunft nicht hereinzulassen.
Da war einmal ein Mann, Chef eines großen Unternehmens, das wertvolle Dingen herstellte, ganz besondere Uhren, um genau zu sein. Der Mann dachte gerne viel und genau nach, was die Zukunft und die Entwicklung des Unternehmens betraf. Weil er auch genau hinschaute, wurde ihm eines Tages klar, das über kurz oder lang niemand mehr diese Art von Uhren kaufen würde. Er würde etwas ganz Grundlegendes in seinem Unternehmen verändern müssen.
Und so beschloss er, dass die Uhren, die das Unternehmen herstellte, zu verändern seien.
Er überlegte sogar schon, was genau zu verändern sei, und welche neuen Kenntnisse dafür notwendig seien. Er sprach auch über seine Entscheidung mit Mitarbeitern des Unternehmens. Nur mit einem sprach er nicht, das war der Leiter der Uhrwerk-Produktion. Ihm wollte er die neue Idee zu einem möglichst günstigen Zeitpunkt erläutern. Was immer "günstig" auch bedeutete.
Was er nicht bedacht hatte: Die Mitarbeiter seines Unternehmens redeten miteinander. Ein Umstand, den er immer sehr schätzte. Doch sie redeten auch über die neuen Entwicklungen im Unternehmen und warum ausgerechnet, der, den es am meisten betraf, nichts davon wusste.
Und so kam, was kommen musste: der Produktionsleiter erfuhr auf vielen Umwegen, dass die Produktion der Uhren zukünftig entscheidend verändert werden sollte. Und was ihm auch erzählt wurde war, dass er nicht Teil dieser Veränderung sein würde. Denn das war es, was die Mitarbeiter wahrgenommen hatten und wie sie es weitererzählten, in unzähligen Varianten.
Und so geschah weiter, was geschehen musste - der Produktionsleiter verließ das Unternehmen, bevor ihm, wie er befürchtete, gekündigt werden würde. Nun fehlte derjenige, der dieses Veränderungsprojekt hätte leiten sollen - nach den Vorstellungen des Chefs.
Der rieb sich verwundert die Augen, als er feststellte, das sich Kommunikation nicht anhalten lässt. Und das war noch die geringste aller Folgen für das Unternehmen.
Alles andere dürft Ihr Euch aus Euren eigenen Erfahrungen dazu denken.
Lieber Auftraggeber Deiner Projekte, wenn Du eine getroffene Entscheidung nicht gleich kommuniziert, weil Du hoffst, damit Zeit zu gewinnen, ist das so, als ob Du die Uhr anhältst, um die Gegenwart noch ein bischen festzuhalten und die Zukunft nicht hereinzulassen.
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