Samstag, Januar 10, 2009

Woher kommen die Geschichten

Als Geschichtenerzähler erzählt man nicht nur - man bekommt auch eine Unmenge an Geschichten erzählt.


Allein das Stichwort "Geschichten" reicht manchmal, um die Erzähl-Lust von Menschen anzuregen. Und manchmal bekomme ich auch Dinge mündlich weitererzählt, die mir spontan gut gefallen, erstmal in der Versenkung verschwinden, um dann später wieder aufzutauschen - dabei geht die Quellenangabe, sofern es sie denn gab, manchmal verloren.

Ein alter, erfahrener Geschichtenerzähler gab mir einmal eine seiner Weisheiten mit auf den Weg: Gute Geschichten sind immer wahr, egal woher sie kommen.
Es kann sein, dass ein Erzähler selbst keine echte Quelle nennen kann für deine Geschichte. Tatsächlich ist mir die Quelle von Geschichten wirklich oft unbekannt. Es gibt immer mal wieder Geschichten, die sich zum Selbstläufer entwickeln. Sie werden weitererzählt, immer mal wieder verändert - bis sie vielleicht irgandwann zu ihrem Ausganspunkt zurückkehren ....

... und um Erfahrungen reicher geworden sind. Das ist das spannende daran. Wirklich gute Geschichten, also, die die eine Botschaft haben, von einer wichtigen Erfahrung berichten oder etwas besonders kompliziertes besonders anschaulich erklären - diese Geschichten entwickeln sich manchmal zum Selbstläufer und bereichern so manches Geschichten- udn Erfahrungsrepertoire.

Diese Geschichten gefallen mir am besten - sie sind unverwüstlich und immer wahr.

1 Kommentar:

  1. und manchmal haben solche schönen Geschichten ihre Wurzeln in Mythen der Organisation und ihrer Mitglieder. Und dann sehen Projekte ganz anders aus. Z.B. die Einführung von SAP bei Daimler ergibt (aufgrund des Mythos) eine andere Erzählung als dieselbe SAP Einführung bei der Katholischen Kirche.

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