Montag, Juli 28, 2014

PMCamp MUC - DAS PMCamp in München

Das Camp-Wochenende ist vorbei. In München fand zum ersten Mal das PM Camp statt - die Barcamp Veranstaltung für alle Projekt-Interessierten. Es gab Vorträge, Workshops, Lern- und Diskussionsstoff vom feinsten und natürlich in Wiedersehen mit PMCamp Fans.

Unglaublich, wieviel Input eine Konferenz ohne Programm bringen kann.
Meine Highlights waren
1) das BarCamp Phänomen: sich leiten lassen von den Menschen und Ideen, die zusammenkommen und spontan an Themen arbeiten. Ohne lange Vorbereitung in die Tiefe gehen und neue Perspektive entdecken. Effizienter als jedes Seminar und jede "vorbereitete" Konferenz.

(Nicht dass Barcamps keine Vorbereitung brauchen, es gab ein sehr engagiertes Orga-Team, dass keine Wünsche offen gelassen hat! Danke dafür)

2) Diskussionen jenseits von Methoden und Tools im Projektmanagement: es ging um Geisteshaltung und Augenhöhe - 2 wichtige Themen, die sich phantastisch ergänzt haben.Über die Links sind Infiormationen zu den Initiatoren und Impulsgebern zu finden.

3) die Erkenntnis, das wir schon viel von dem umsetzen, was unter Punkt 2 vorgestellt wurde und trotzdem noch viel zu tun ist. Das motiviert weiterzumachen. Es wird neue Projektgeschichten dazu geben.

Soviel als kurzes Blitzlicht auf das vergangene Wochenende - Ich habe viel mehr daraus mitgenommen, denn viele Details kann man im Nachhinein gar nicht berichtetn, man muss es einfach erlebt haben. Und ein Teilnehmer hat es treffend formuliert: "Das ist ein Motivationsschub - der hält bis zum nächsten PMCamp".

Dienstag, Juni 17, 2014

Wie engagiert sind Ihre Projektleiter?

Montag Morgen, 8:00 Uhr. Die Anwendung steht und zwar still. Am Freitag Abend wurde die neue Version aufgespielt. Heute Morgen sollte getestet werden. Die Anwendung steht. Der Testmanager Herbert ist nervös, das sieht man ihm an. 10 Anwender, die von entfernten Standorten angereist sind, um die neue Anwendung zu testen, können nicht arbeiten. Irgendwas ist am Freitagabend schief gegangen, das erst am Montag entdeckt wurde. Dabei wurde doch alles genau geplant. Herbert ist ein kluger Kopf, er kennt die Anwendung genau und weiß, was zu tun ist. Er hat einen Plan erstellt und sich genau vorbereitet.

Doch am Montag Morgen ist Herbert hilflos. Der Plan hat nicht geklappt. Schließlich kann der Test doch starten. Die Kollegen haben improvisiert und Zugriff auf einen Testrechner ermöglicht, auf dem normalerweise kein Anwender arbeiten darf. Zwar verspätet, aber ganz erleichtert startet Herbert den Test mit den Anwendern. Der kleine Nachteil der improvisierten Lösung zeigt sich im Laufe des Vormittags. Die Daten, mit denen die Anwendung getestet wird, sind blanker Unfug. Die Anwender sind verärgert. Und vor lauter Ärger monieren sie einen Mangel nach dem anderen. Was eigentlich gar kein Mangel ist, sondern ursprünglich so gewünscht worden war, wird während des Tests flugs ins Gegenteil verkehrt. 

Herbert kann sich vor Beschwerden kaum retten. Er muss bei seinem Projektleiter "antreten" und den Verlauf der Tests erklären. Das fällt ihm schwer – schließlich kann er nichts dafür, dass die neue Version nicht zur Verfügung stand. Und das Recht, den Kollegen im Rechenzentrum auf die Sprünge zu helfen hat er schließlich auch nicht. Der Projektleiter ist genervt….

Peter, Testmanager im Nachbar-Projekt hatte neulich ein ganz ähnliches Problem. Peter plant nie besonders genau. Das Aufspielen der neuen Version seiner Software hatte nicht funktioniert. Über  Nacht arbeiteten er und sein Team an der Lösung, um den Anwendern am nächsten Tag die versprochenen Funktionen zeigen zu können. Peter hatte bei den Kollegen im Rechenzentrum angerufen, und Hilfe organisiert. Jenseits aller Absprachen, Sicherheitsvorgaben und Pläne, aber es hatte geklappt. Alle waren durchgeschwitzt und müde, aber am nächsten Morgen war der Fehler behoben. Die Freischaltung der Software kann pünktlich erfolgen. 

Der Projektleiter hat inzwischen für solche Fälle ein Budget für Extra-Rationen Cola und Pizza.
 


Mit welchem Testmanager würden Sie lieber zusammen arbeiten? Mit Herbert, der alles akribisch plant und sich auf die Kollegen verlässt? Oder mit Peter, dessen Pläne durchaus auch Lücken aufweisen können, der aber kreative Lösungen findet, wenn es drauf ankommt?
Peter hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Aber bei allen flotten Sprüchen merkt man, dass er ein begeisterter Testmanager ist. Bei Herbert ist den Kollegen nicht so ganz klar, wofür er sich begeistert. Er erzählt ja auch wenig. Aber seine Pläne sind immer ganz akribisch.
 

Was ist das Fazit dieser Geschichte?
 

In etwa so:
 

a)    Ein Projekt ist ein komplexes, dynamisches System: irgendetwas geht immer schief. Pannen müssen ausgebügelt werden, um doch noch ans Ziel zu kommen. Regeln helfen da oft nur bedingt weiter. Das Zusammenspiel der Beteiligten ist genauso wichtig wie der Rahmen, der durch einen Meilensteinplan oder Termin vorgegeben ist. Manchmal sogar wichtiger.

b)    Pläne neigen dazu, sich nicht an die Realität zu halten. D. h. es kommt sehr oft irgendetwas, meistens etwas Banales dazwischen, das niemand vorhergesehen hat. Die beste Planung nutzt nichts, wenn ich mich nur auf den einen Plan verlasse.

c)    Es gibt Menschen die kommen damit besser klar als andere. Das hat nichts mit der fachlichen Kompetenz zu tun, wohl aber mit der Leidenschaft, mit der sich der Mensch für ein Thema engagiert und Lösungen abseits des Projektplans sucht.

Montag, Juni 02, 2014

Auf gehts zum PMCamp München - Anmelde-Start!

Das erste PMCamp in München legt los.
Termin: 24.- 26.07.2014
Ab sofort sind die Anmeldungen möglich.

Das EBH-Team unterstützt das PM Camp in München. Für uns ist es eine wertvolle Plattform zum Know How- und Erfahrungsaustausch, zum Diskutieren, Philosophieren, Sinnieren zu allem Themen im und um´s Projektmanagement.
Leute, schaut vorbei, es lohnt sich wirklich.