Donnerstag, Dezember 11, 2008

Storytelling und Unternehmenskultur

Angeregt durch den Kommentar zum letzten Posting habe ich mir ein paar Gedanken zum Thema Unternehmenskultur und Storytelling gemacht.
Natürlich bin ich sofort bei der Kultur eines Unternehmens, wenn ich hinterfrage, wie im Unternehmen Wissen kommuniziert wird. Denn letztendlich geht es bei Organizational Storytelling darum.

Herrscht im Unternehmen eine offene Kommunikationskultur, dann ist Storytelling etwas völlig selbstverständliches. So selbstverständlich, das die Sache oft gar keinen Namen hat. Solche Unternehmen mag ich sehr - denn da funktioniert Storytelling so, wie es beabsichtigt ist. Es ist Teil der Kommunikation im Unternehmen.

Für die anderen Unternehmen gibt es da ein paar Geheimnisse zu lüften:
  • Was heisst denn das - "offene Kommunikationskultur"?
Dafür gibt es ein paar Merkmale. Das wichtigst ist, dass man Fragen stellen darf, Antworten bekommt und Kollegen untereinander das auch tun.

zum Beispiel:
"Ihr hattet im letzten Projekt doch dieses spezielle Problem mit der Datenschnittstelle. Wie habt ihr das gelöst ? - Ich glaube, in unserem Projekt haben wir gerade etwas ähnliches..."
oder
"Könnt Ihr mir die Abläufe in der Abteilung xy erklären? Mir fehlen da ein paar Zusammenhänge..."
Eigentlich ganz einfach und selbstverständlich. Der Punkt ist der, es zu tun und von Kollegen auch Antworten zu bekommen. Jeder nimmt sich die paar wenigen Minuten und hillft dem Kollegen mit einer Antwort, einem Beispiel, einem kurzen Erfahrungsbericht, usw. weiter. Schließlich ist man selber auch ab und zu auf Antworten anderer Kollegen angewiesen.

Noch ein Geheimnis:
  • Wissen vermehrt sich, wenn man es teilt.
Das ist die einzige Ressource im Unternehmen, bei der das der Fall ist. Man muss sich nur trauen. Wenn allerdings die Einstellung im Unternehmen zum Wissen dem nicht entspricht und es für Mitarbeiter vielversperchender ist, Wissen zurückzuhalten, dann vermehrt sich diese Ressource auch nicht. Ganz im Gegenteil, sie wird kleiner und kleiner. Denn jeder der das Unternehmen verlässt, oder sich innerhalb des Unternehmens verändert, nimmt ein Stückchem Wissen mit, das dann für das Unternehmen verloren ist.

Das letzte Geheimnis für heute:
  • Einfach tun.
Storytelling funktioniert umso besser, je weniger man es erklärt und je selbstverständlicher man es mit anderen Methoden und Tools, z.B. aus dem Wissensmanagement oder dem Projektmanagement verbindet.

Zum Beispiel:
Ein Projekt, das sein komplexes Know How und die Abhängigkeiten des Projektes zu seiner Umwelt auf einer Wissenslandkarte grafisch darstellt, hat schon die beste Basis, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch in Gang zu bringen. Und bei der Entwicklugn einer solchen Landkarte reden die Teammitglieder miteinander - sie erzählen ihr Wissen.

Also - manchmal ist Storytelling öfter "irgendwo drin" - auch wenn´s gar nicht draufsteht :-)

Demnächst mehr über Storytellign im Projektmanagement ........

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die Aufnahme des Themas Unternehmenskultur und ich freue mich schon auf die nächsten Postings zum Projektmanagement.

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