Mittwoch, Juli 30, 2008

Eine Projektweisheit vom urbayerischsten aller Philosophen

Wie sagt K. Valentin:
"Alles hat drei Seiten: Eine gute, eine schlechte und eine komische"


Manchmal ist es wichtig, nach der komischen Seite zu suchen. Das macht die schlechte Seite erträglicher.

Freitag, Juli 25, 2008

Die andere Seite des Erzählens


Ein Mensch, der zuhören kann,

hat Seltenheitswert.

Manchmal kann einer, der zuhört,
wichtiger sein

als ein Stück Brot.

Mittwoch, Juli 23, 2008

Niemand lässt sich gerne etwas sagen, aber alle lassen sich gerne etwas erzählen....

Der Gärtner hatte einen wunderbaren Garten gepflanzt. Vielfältig, bunt und wunderbar angeordnet wuchsen die Blumen und Sträu­cher in seinem Garten. Er freute sich über jeden Halm, der sich in die Sonne streckte und jede Blüte, die sich öffnete. Und jede Pflanze pflegte er mit Hingabe. Mit der Zeit wurden die Pflanzen größer, der Garten dichter. Alles blühte und wuchs, auch weil sich der Gärtner mit Begeisterung um jede einzelne Pflanze kümmerte.

Doch mit der Zeit wurde es für den Gärtner immer schwieriger, sich um alle zu kümmern. Er verbrachte immer mehr Zeit in seinem Garten und die Arbeit begann, ihm über den Kopf zu wachsen. Er lief mit Gießkanne und Dünger Tag und Nacht durch den Garten, um zu sehen, wo etwas fehlte. Man sah ihn eigentlich niemals ohne diese beiden Helfer.

Doch er schien den Überblick zu verlieren. Er sah nicht mehr, welche Pflanze welcher Pflege bedurfte. Er verbrachte viel Zeit mit Pflanzen, die nur mit Mühe in seinem Garten wuchsen und übersah jene, die eigentlich gut gediehen, wenn sie nur genügend Sonne und Wasser erhielten.

So wurde aus dem kleinen, jungen Garten zunächst ein blühendes, wachsendes Wunder, das alle Besucher beeindruckte. Doch immer mehr wuchs daraus ein wahrer Urwald, in dem viel Schönes verloren ging oder einfach nicht mehr bemerkt wurde.

Der Gärtner wurde traurig. Was er mit so viel Phantasie erschaffen hatte, wurde immer undurchschaubarer. Pflanzen, die er zu Beginn geschätzt hatte, waren so groß geworden, dass sie anderen die Luft zum atmen nahmen. Sie waren schneller gewachsen, als er erwartet hatte. Andere waren gar nicht, oder viel langsamer gewachsen.

Das Bild seines Gartens hatte sich verändert, ohne dass er ge­merkt hätte, wann das geschehen war, denn er war immer nur von Pflanze zu Pflanze geeilt. Vor lauter Pflanzen hatte er seinen Garten vergessen.

Bis er sich an seine anderen Helfer erinnerte.

Und die waren Ruhe, um den Blick für das Wesentliche zu finden,
Mut zum Verzicht und
die Stärke, sich auf weniges zu konzentrieren.

Dienstag, Juli 15, 2008

Alles verboten....

Habt ihr gewusst, dass man sein Handy im Auto außer zum Telefonieren auch zum Ohrwärmen nicht benutzen darf ?
Telefonieren im Auto ist zwar etwas, was eh´keiner tut ;-)
aber ein Handy ist im Auto außer zum nicht-Telefonieren auch zum Nicht-Ohrwärmen da.

Das wurde soger hochamtlich bestätigt, denn ein LWK-Fahrer hatte gegen seinen Bußgeldbescheid wegen "fahrlässiger unbefugter Benutzung eines Mobiltelefons" geklagt. Er habe sich wegen Ohrenschmerzen einen Wärmeakku ans linke Ohr gehalten. Es hat ihm aber keiner geglaubt.

Auch das Ans-Ohr-Halten von Irgendetwas (vorzugsweise des Handys) zu welchem Zweck auch immer, ist nicht erlaubt.

Das veranlasst mich zu folgenden Überlegungen:
Sind Rechts-Ohr-Telefonierer da nicht im Vorteil, weil sie nicht so schnell erwischt werden? - Ist das gerecht?
Was mache ich, wenn ich auf beiden Ohren Schmerzen habe und nur einen "Wärme-Akku" besitze? - doch das Telefon nehmen?
Führt das nicht zu Verwechslungen?
Was passiert, wenn ich mit dem Wärmeakku telefoniere? und er antwortet?

Das Leben kann ganz schön kompliziert sein....

zum genau-nachlesen:
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/hamm/j2007/2_Ss_OWi_606_0...

Freitag, Juni 27, 2008

Sind Emotionen ein Erfolgsfaktor für Projekte?

Das Schlagwort "Emotionale Intelligenz" geistert seit langem durch die Literatur. Seitdem ist gewiss, das nicht nur intellektuelle Intelligenz zum Erfolg führt.

Doch im Alltag ist das alles nicht so einfach. Emotionale Entscheidungen haben im Geschäftsalltag scheinbar nichts verloren. Hier geht es um logisch-nüchternes Abwägen von Chancen und Risiken. Der kühl kalkulierende Manager, der Entscheidungen nur vernunftmäßig trifft, ist jedoch eine Legende. Gefühle, die Sie nicht beeinflussen können, spielen vielmehr immer eine große Rolle.

Gefühle sind somit in der Arbeitswelt in der Regel unsichtbar. Das heisst jedoch nicht, dass sie nicht vorhanden sind. Es ist nur ungleich schwerer, sie für die Arbeitswelt angemessen zum Ausdruck zu bringen.

Der Mensch soll seine Sorgen nicht "in sich hineinfressen" - in dieser Redewendung kommt die landläufige Meinung zum Ausdruck, daß es besser sei, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Doch mit welchen Folgen ist denn wirklich zu rechnen, wenn der Mensch seine Gefühle unterdrückt?

Es gibt Emotionsforscher, die sich mit solchen Themen auseinandersetzen.

Der irische Schriftsteller und Dramatiker George Bernard Shaw sollte darüber Auskunft geben, welcher der drei Faktoren jemanden am sichersten zum Erfolg führen würde: Arbeit, Geld oder Intelligenz? Shaw antwortete mit einer Gegenfrage: "Welches Rad bei einem Dreirad ist das wichtigste, wenn Sie sich darauf setzen und vorwärtskommen wollen?"

Übertragen auf Projekterfolg kann man die 3 Faktoren so formulieren: Planung, Intelligenz oder Emotion.
Doch zurück zum Alltag: Welche Erfahrungen haben Sie mit Emotionen in Projekten gemacht?

Donnerstag, März 20, 2008

Darin liegt die Kunst des Redens -

.... im Gespräch
mit Klugen, stütz dich auf Gelehrsamkeit;
mit Gelehrten, stütz dich auf die Schärfe des Arguments;
mit Scharfsinnigen, stütz dich auf unerschütterliche Gelassenheit;
mit Vornehmen, stütz dich auf die Macht mächtiger Freunde;
mit Reichen, stütz dich auf pompöse Großzügigkeit;
mit Armen, stütz dich auf die Betonung des Nützlichen;
mit Tapferen; stütz dich auf die Kühnheit in Haltung und Wort;
mit Törichten, stütz dich auf alles, was ihnen Freude macht

Chinesisches Sprichwort

Mittwoch, März 19, 2008

Jedes Wort zuviel ist ein Gedanke zuwenig.

Mal zum Nachdenken:

Je knapper die Ressource, desto wertvoller der Rohstoff...

Worte sind ja Verbrauchsgüter. Sie werden immer wieder nachproduziert und lassen somit einen verschwenderischen Umgang zu.Qualität und Wert misst sich ja oft an der Knappheit und Seltenheit.Wie würden wir denn Sprache bewerten und mit Worten umgehen, wenn wir ab morgen pro Tag nur 5000 Worte zur Verfügung hätten? bzw. wüssten, dass unser Wortschatz endlich wäre?

Sonntag, Februar 17, 2008

Wer sein Ziel kennt, darf sich auch Umwege erlauben...

Eines Tages kam ein herrenloses Pferd auf eine Farm. Keiner wusste, wem es gehört. Das Pferd hatte sich verlaufen. Der junge Milton schwang sich auf das Pferd, führte es auf die Straße und wartete dort, bis es anfing eine Richtung einzuschlagen.

Dann ließ er es dahin traben. Immer wenn es vom Weg abkam, führte er es wieder zurück auf die Straße. Bei Kreuzungen ließ er dem Pferd Zeit, selbst zu entscheiden, und hielt es dann wieder auf dem Weg.

Langsam wurden die Gebäude der Nachbarfarm sichtbar und das Pferd wurde immer schneller. Milton wurde mit dem Pferd herzlich begrüßt:" Woher wusstest du,dass das Pferd uns gehört?" Milton lachte und antwortete: " Ich wusste es nicht, das Pferd wusste es."

Wir alle kennen unser Ziel, wissen wohin wir gehören, verlaufen uns nur manchmal. . .

Samstag, Februar 16, 2008




Ideale sind wie Sterne.
Wir erreichen Sie niemals,

aber wie die Seefahrer auf dem Meer

richten wir unseren Kurs nach ihnen aus.


(Carl Schnee)

Freitag, Februar 15, 2008

Menschen brauchen Geschichten – auch in Unternehmen

Menschen brauchen Geschichten. Schon als Kinder sind wir ganz versessen darauf, Geschichten erzählt zu bekommen. Daran ändert sich auch in späteren Jahren nichts. Wenn die Geschichten uns gut gefallen, hören wir sie gerne auch öfter. Und je öfter man eine Geschichte hört, umso mehr versteht man sie. Erstaunlicherweise zeigt sich manch´ hintersinniger Inhalt und manche Weisheit erst, wenn man eine Geschichte öfter gehört hat.
Zusammenhänge erscheinen auf einmal deutlich, anschaulich gemacht durch eine Metapher in einer Geschichte.
Geschichten helfen uns, unsere Umwelt zu verstehen. Je komplexer die Zusammenhänge sind, um so wichtiger ist oft eine gute Geschichte, um grundsätzliches zu begreifen. Geschichten bringen damit Ordnung in eine ansonsten chaotisch erscheinende Welt.

Dabei ist paradoxerweise die Welt der Geschichten genauso unübersichtlich, wie die Welt, die sie abbildet. Es gibt nicht die eine Geschichte, sondern oft eine Vielzahl davon. Ganz wie im wirklichen Leben, fängt jede Geschichte eine andere Perspektive ein und macht sie verständlich. Oft ist es wichtig, möglichst viele Geschichten zu einer Sache zu hören – Dinge von allen Seiten zu beleuchten war schon immer ein weise Rat.

Damit schaffen Geschichten Ordnung und geben Sinn. Darum lieben wir sie auch noch, wenn wir doch anscheinend dem Alter längst entwachsen sind, in dem uns Geschichten erzählt werden. Wenn wir von uns berichten, dann erzählen wir Geschichten. Wenn wir unserer Erfahrungen weitergeben, erzählen wir Geschichten. Oder zumindest sollten wir das tun. Denn oft helfen Geschichten weiter, wo nüchterne Fakten nicht zur Geltung kommen und kein Verständnis finden.
Denn: Was man nicht erklären kann, darüber muss man erzählen. Dann wird es verständlich.