Donnerstag, Oktober 23, 2008

Ist wirklich alles ein Projekt?!?


Bevor Firmen Projekte vom Stapel lassen, sollten sie genau prüfen, ob sich die Fragestellung nicht auch in einem kleinen Team lösen lässt. Denn: Projektarbeit bindet Ressourcen und kann daher in machen Situationen eher zur Bremse als zum Gashebel werden.
Manches, das wie ein Projekt klingt, ist nur eine Aufgabe, die von einige wenigen Mitarbeitern gelöst werden muss.
Manche Unternehmen scheinen unter "Projektitis" zu leiden - jede neue Aufgabe wird kurzerhand zum Projekt erklärt, ein Team aufgesetzt, eine Projektplanung gestartet, ein Kommunikatoinsplan geschrieben, ein Kick-Off geplant und durchgeführt, etc.... Alles vorbildlich und nach Handbuch.
Nur - manchmal reicht es auch, wenn man die Aufgaben einfach erledigt, statt sie zuerst aufwändig zu planen, Arbeitspakete zu definieren und die Umsetzung zu kontrollieren. Wahrscheinlich würde es der Erfolgsquote von Projekten ab und zu mal ganz gut tun, wenn das ein oder andere Projekt nicht zum Projekt erklärt wird und stattdessen die anstehenden Aufgaben einfach erledigt werden.
(Bildquelle: www.photocase.de - larrag01)

Kommentare:

  1. Richtig! Wenn ein Projekt ein Team, einen Plan, ein Kick-off, etc. benötigt, dann ist wirklich nicht alles ein Projekt. Wenn man aber - wie ich - unter einem Projekt eine zeitlich begrenzte Anstrengung, um eine bestimmte Veränderung herbeizuführen, versteht, dann ist alles ein Projekt. Auch Ferien mit der Familie oder so. Alles andere (Projektplan, Kick-off, etc.) ist Beilage.

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  2. Ich sehe darin nicht unbedingt einen Gegensatz - lediglich das ad hoc Team führt die Schritte ohne große Formalismen durch. Ein Projekt kann es dadurch immer noch sein.

    Was ich auf jeden Fall bestätigen kann - Großunternehmen schießen gerne mit Kanonen auf Spatzen, so dass 5 Mio Projekte ähnlich formale Prozesse zu verfolgen haben wie die 5.000 Euro Themen.

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